Gmunden stellt in der Serie auf 2:0

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Top Scorer mit 38 Punkten

UBSC Raiffeisen Graz vs. Swans Gmunden 82:94

(21:33, 24:22, 15:13, 22:26)

Im zweiten Spiel der „best-of-five“-Serie legten die beiden Teams ihren Fokus zunächst auf die Offensive. In den ersten fünf Minuten scorten die Akteure auf beiden Seiten nach Belieben, es stand 16:17. Plötzlich schraubten die Gäste die Intensität in der Defense nach oben, so setzte sich Gmunden bis zur ersten Viertelpause erstmals ab. Beim 33:21 sollte es aber bei Weitem nicht bleiben. Die Swans blieben am Drücker, starteten den zweiten Abschnitt mit einem 12:2-Blitzrun und führten so bereits nach etwas mehr als 12 Minuten um 22 Punkte. Doch wie so oft in dieser Saison zeigten die Grazer in dieser Phase ihre individuelle Klasse – und kämpften sich über starke Einzelaktionen zurück ins Spiel. Vor allem Stan Whittaker war nicht zu stoppen, weshalb es zur Halbzeit nur noch zehn Punkte Rückstand für den UBSC waren, obwohl für McGlynn da das Spiel nach fünf Fouls bereits vorbei war. 

Und Whittaker sollte auch in der Pause nicht auskühlen. Der US-Guard eröffnete die zweite Halbzeit mit fünf Punkten, Graz war endgültig wieder zurück im Spiel. Es folgte ein drittes Viertel, in dem mehr Fokus auf Defensivarbeit gelegt wurde. Auf beiden Seiten stand jetzt der Kampf im Mittelpunkt, weshalb die Anzahl an offenen Würfen stark zurückging. Der Spannung tat das aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, denn Whittaker erzielte auch zu Beginn des Schlussabschnitts schnell neun Punkte – und brachte sein Team so endgültig in Schlagdistanz (71:72). Gmunden schlug zwar zurück, tat sich aber insgesamt schwer in Wurfposition zu kommen. Jetzt war es ein Spiel auf Messers Schneide – in dem aber wieder einmal Gmunden die besseren Entscheidungen traf. Graz verließ sich nur mehr auf die individuelle Klasse von Topscorer Whittaker (38 Punkte), was sich spätestens rächte, als der Spielmacher mit seinem fünften Foul raus musste und Graz in der Offense die Ideen ausgingen. Die Swans suchten hingegen ruhig die Missmatches und erzielten so die wichtigen Punkte, die schlussendlich zum 94:82-Sieg und zum 2:0 in der Serie reichten.

Die Gmundner mannschaftliche Ausgeglichenheit und überragende Dreierquote (47%), Zweierquote (61%) und ein besseres Teamplay (23:17 Assists) sind die Gründe ihres Sieges.

Ervin Dragsic, Head Coach UBSC Raiffeisen Graz: „Schade! Wir haben die erste Halbzeit vor allem defensiv komplett verschlafen. Wir sind bis zum Ende dann sehr gut zurückgekommen, leider hat uns aber die Kraft gefehlt. Das frühe fünfte Foul von McGlynn und jenes von Whittaker haben uns das Spiel gekostet.“

Lukas Simoner, Spieler UBSC Raiffeisen Graz: „Leider war die Defense in der ersten Halbzeit zu schlecht, um mit Gmunden mitzuhalten. Wir haben dann zwar alles gegeben, um noch einmal zurückzukommen. Aber es hat leider nicht gereicht heute. Gmunden hat verdient gewonnen.“

Anton Mirolybov, Head Coach Gmunden: „Das war ein sehr schwieriges Spiel mit zwei komplett unterschiedlichen Phasen. Aber es steht 2:0, das zählt! Gratulation an meine Spieler, aber diese Serie ist noch lange nicht vorbei.“

Enis Murati, Spieler Gmunden: „Wir haben unseren Vorsprung viel zu leicht hergegeben. Wir müssen schauen, dass wir aus diesen Fehlern lernen und solche Führungen in Zukunft auch behalten. Aber Gratulation an Graz für den Kampf. Wir freuen uns auf das dritte Spiel.“ 

Beste Scorer: 

UBSC Raiffeisen Graz: Stanley Whittaker 38, Samuel Daniel 19, Jakob Ledoux 14, Andrija Matic 6, Nicholas McGlynn 3,  Paul Isbetcherian 2

Swans Gmunden: Murati 22, Blazan 17, Güttl 14.