UBSC steht im Halbfinale – Flyers scheiden aus
UBSC Raiffeisen Graz vs Raiffeisen Flyers Wels 87:85
(20:31, 26:25, 18:22, 23:7)
UBSC vollendet irres Comeback
In den ersten Spielminuten sind die Raiffeisen Flyers Wels spielbestimmend. Ein früher acht Punkte Rückstand zwingt UBSC Raiffeisen Graz-Headcoach Ervin Dragšič nach gut drei Minuten zu einem Timeout. Die Effizienz der Gäste ist in dieser Anfangsphase beeindruckend. Sie nehmen dieses Do or Die Game zur Gänze an. Das zieht sich auch bis zum Ende dieses Viertels. Der Vorsprung für die Oberösterreicher beträgt elf Punkte.
Tevin Brewer’s Treffer from Downtown läutet den zweiten Abschnitt ein. Ein ganz anderes Gesicht unserer Mannschaft. Früh in diesem Viertel schmilzt der Vorsprung der Flyers nur so dahin. Doch kurz darauf wendet sich das Blatt und die Welser fangen sich. Fortan bewegt sich punktemäßig nicht allzu viel, denn beide Teams schaffen es, ihre Possession unter Kontrolle zu bringen und wenig Turnover zuzulassen. Zwei wichtige Dreier kurz vor der Pause betreiben wertvolle Schadensbegrenzung.
Nach Anfangsschwierigkeiten holt ein Slam Dunk von Peyton Gerald die Grazer Halle völlig ab und ein darauffolgendes technisches Foul gegen die Bank des UBSC glatt zum Überkochen. Grund dafür ist auch die startende Aufholjagd unseres UBSC, denn gegen Mitte des dritten Viertels trennen die beiden Teams nur noch drei Possessions. Doch wieder antworten die Flyers überragend und stellen knapp vor dem letzten Viertel auf 16 Punkte Abstand.
Im Schlussviertel ist es abermals unser UBSC, der das Spiel bestimmt. Immer mehr schmilzt die so komfortable Führung aus Sicht der Flyers. Zwei Minuten vor Spielende sind es nur mehr zwei Possessions, die die beiden Teams auf dem Court trennen. Im Anschluss spielt nur mehr der UBSC, mit jedem Defensiv-Rebound und erfolgreicher Possession dreht sich das Momentum auf die Seite von Zach Laput und co. Jordan Wood kann nach einem Foul eine Minute vor Schluss mit zwei geglückten Freiwürfen auf zwei Zähler Rückstand verkürzen. Dieser ist es auch, der Sekunden vor dem Ende den Step-Back from Downtown verwertet und den UBSC ins Semifinale wirft. Dort warten die Bulls zum Steirer-Derby.
René Pauger, Sportjournalist UBSC Raiffeisen Graz: “Mentale Machtdemonstration ihrer Mannschaft im letzten Viertel. Wie gelang die Aufholjagd gegen die Flyers?”
Ervin Dragšič, Headcoach UBSC Raiffeisen Graz: “Ja, wir haben immer an die Jungs geglaubt und nie aufgegeben. Sie zeigen die ganze Saison über, dass sie sich nicht so einfach geschlagen geben. Auch wenn es zwischendurch ein schwieriger Moment war, sind wir ruhig geblieben. Wir haben dann im richtigen Augenblick die richtigen Entscheidungen getroffen – sowohl defensiv als auch offensiv. Besonders im letzten Viertel haben wir unsere Defense umgestellt, und das ist sehr gut aufgegangen. Dadurch haben wir nur sieben Punkte zugelassen. Ich kann wirklich nur der gesamten Mannschaft ein großes Kompliment machen, genauso wie meinem Assistant Coach Dimitris Sarikas. Wir haben einmal mehr gezeigt, dass wir ein echtes Team sind und unsere Leistung in den Playoffs noch einmal steigern konnten. Das gibt uns natürlich zusätzliches Selbstvertrauen für die Halbfinal-Serie.”
Pauger: “Huge comeback win to close the series and to secure the semifinals. You guys were 39 minutes down. What was the biggest hurdle to take this evening?”
Zach Laput, Spieler UBSC Raiffeisen Graz: “Well, you know what, mentally, we never gave up, and we just kept fighting. Coach made a great decision to switch the zone, which really saved us, and we really clogged the lane. We had, it felt like, no help defense the entire game, and then the last five minutes, we were just jamming the lane every time they drove, there was a lot of bodies. And then we got the rebound, we were boxed out, and we were finishing every possession on defense. I thought that was the key. And then on offense, it wasn’t pretty. Like, there wasn’t anything that we were necessarily doing right about it, but we were just fighting, and we were fighting every time our shot went up to get the offensive rebound and give us another possession. And that was enough to somehow get us the win.”
Pauger: “You lead the team by 25 points and 10 rebounds. How happy are you with your today’s performance?”
Laput: “Uh, I would have been real sad if Jordan didn’t make the shot to win us the game, but I was happy that what I did ended up being good enough for us to win.”
Pauger: “We are facing the Bulls for a styrian derby in the semis. How do you want to beat them and get through to the final?”
Laput: “I mean, it’s going to be a fight. We know each series of the playoffs is just going to be harder than the last. This was extremely hard, even though it was in four games. It felt a lot harder than maybe the series number said. And we know this next one is going to be even harder. But we have great team chemistry. We love playing with each other, and we’re going to fight to the end. And we’re very talented, well-coached, and so I think we can beat anybody when we’re at our best.”
Artikel von René Pauger
Fotos: © Basketball Austria / B. Kohlmaier





























